Wer war die zierliche, zerbrechlich wirkende Frau, die ihr privilegiertes Leben als adelige Hofdame hinter sich ließ, um sich der Sklavenbefreiung zu widmen? Regisseurin Gabriele Neudecker zeichnet das filmische Portrait einer außergewöhnlichen Frau und ihrer Zeit. Maria Theresia Ledóchowska (1863–1922) führte ein heute fast vergessenes Leben voller Kontroversen und Konflikte. Mit einer technisch hochmodernen Dia-Schau reist Ledóchowska um die Jahrhundertwende durch halb Europa, gründet den Orden der Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver und wirbt in flammenden Reden für die Unterstützung der Missionen in afrikanischen Ländern – und das in einer Zeit, in der Frauen in ihrer privaten und öffentlichen Lebensführung einer ganzen Fülle von Einschränkungen unterworfen waren.